Gründung des Netzwerkes HolzForschung Deutschland
Fachhochschule Erfurt und die IAB Weimar gGmbH beteiligt
Zur Verstärkung der Forschungskraft im Bereich Holz haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Deutschlands am 16. Juni 2026 in Braunschweig ein neues Netzwerk aus der Taufe gehoben. Mit der Verbindung soll der zunehmenden Bedeutung der regional verfügbaren Ressource Holz und der darauf basierenden Wertschöpfungsketten Rechnung getragen werden.
Braunschweig (16. Juni 2026). Renommierte Holzforscherinnen und -forscher aus ganz Deutschland versammelten sich am 16. Juni 2026 in Braunschweig, um das Forschungsnetzwerk „HolzForschung Deutschland“ zu gründen. Die 30 Initiator*innen und Gründungsmitglieder wollen mit der neuen Verbindung die Kräfte der Disziplin bündeln. „Dieses Netzwerk ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer verstärkten Zusammenarbeit der Holzforscherinnen und Holzforscher in Deutschland“, sagt Katja Frühwald-König. Die Professorin von der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe ist eine der Sprecherinnen des neuen Netzwerkes.
Mit der Gründung von „HolzForschung Deutschland“ erhält die vielfältige Forschungslandschaft rund um die Ressource Holz erstmals eine gemeinsame Stimme. Angesichts der wachsenden Bedeutung von Holz für Klimaschutz, nachhaltiges Bauen, Substitution von fossilen Rohstoffen und Kreislaufwirtschaft schafft das Netzwerk eine starke Plattform, um wissenschaftliche Kompetenzen zu bündeln und den Wissenstransfer in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu fördern. „Die Holzforschung wird sich in den kommenden Jahren unter anderem mit strategischen Themen wie Ressourcensouveränität, Holz als Hightech-Material oder Wood Intelligence befassen. Das Material Holz ist nicht nur mit positiven Eigenschaften belegt, es steht auch für einen positiven Blick auf die Zukunft“, sagt Prof. Markus Rüggeberg von der Technischen Universität Dresden und zweiter Sprecher des Netzwerkes.
In der „HolzForschung Deutschland“ wirken Einzelpersonen aus zahlreichen Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstituten zusammen. Zu den Mitgliedern gehören Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachgebieten, etwa Materialforschung, Bauingenieurwesen, Architektur, Verfahrenstechnik, chemische Technologien und Kunst. Das Netzwerk bildet damit die Vielfalt der deutschen Holzforschung ab.
„Nachwachsende Rohstoffe, allen voran Holz, sind der zentrale Pfeiler unserer Vision einer zirkulären Bioökonomie. Wir können die großen Herausforderungen auf dem Weg in eine nachhaltigere Zukunft nur durch vertrauensvollen persönlichen Austausch und fachübergreifende Kooperationen erfolgreich bewältigen“, ist Prof. Raoul Klingner, Leiter des Fraunhofer Instituts für Holzforschung (WKI) in Braunschweig, überzeugt.
Ziel von „HolzForschung Deutschland“ ist es, die Sichtbarkeit, Vernetzung und Zusammenarbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland nachhaltig zu stärken. Darüber hinaus soll das Netzwerk gemeinsame Forschungs- und Transferprojekte initiieren und unterstützen, den wissenschaftlichen Austausch rund um das Thema Holz fördern sowie gezielt der jungen Generation das Holz näherbringen. „Wir sind sehr gerne eines der Gründungsmitglieder des neuen Netzwerkes.“ sagt Prof. Erik Findeisen, Professor für Waldarbeit und Forstnutzung der Fachhochschule Erfurt, Sprecher des Bündnisses Holz-21-regio und Forschungsbereichsleiter Holzbau und Nachwachsende Rohstoffe im IAB Weimar. „Für das von der Fachhochschule Erfurt koordinierte WIR!-Bündnis Holz-21-regio (https://www.holz-21-regio.de), welches seine Verstetigung im neuen Kompetenzzentrum Holzbau und Nachwachsende Rohstoffe (https://www.khor-suhl.de) findet, ist die Vernetzung mit den in diversen Bereichen der Holzforschung erfahrenen Institutionen essentiell für die Erreichung der hochgesteckten Ziele. Als Forschungsbereich des Institutes für Angewandte Bauforschung in Weimar (https://www.iab-weimar.de), welches Teil des neuen Bundesbauforschungszentrums ist, können nicht nur die Kompetenzen des auf Transfer ausgerichteten, interdisziplinären Bündnisses Holz-21-regio eingebracht werden, sondern auch jahrzehntelange Erfahrungen aus der Bauforschung.“.
Dem Gründungstag im Fraunhofer WKI in Braunschweig ging ein intensiver Vorbereitungsprozess voraus. Seit 2025 erarbeiteten die Beteiligten während dreier Treffen in Hamburg, Dresden und Freising inhaltliche und organisatorische Grundlagen der Vereinigung. Die Gründungsmitglieder hoffen auf einen regen Zulauf von neuen Mitgliedern im Anschluss an die Veranstaltung. Der Beitritt ist jederzeit möglich. Eine erste Mitgliederversammlung ist für November 2026 geplant.
Die im Aufbau befindliche Landingpage ist unter folgendem Link erreichbar: www.holzforschung-deutschland.de